Praxis für Integrative Primärtherapie und Körperpsychotherapie

Anita Timpe und Barbara Koch-Mäckler

Tel.: 030 / 2529 7870
Hornstr. 2, 10963 Berlin

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Integrative Primärtherapie

Ende der 60er Jahre kam der bis dahin als Therapeut Freudscher Richtung arbeitende Dr. Arthur Janov zu der Überzeugung, dass durch eine Therapie, die vorwiegend auf dem Gespräch beruht, seine Klienten nicht geheilt wurden. Er entwickelte eine Therapie, die den direkten Zugang zur Gefühlswelt anstrebte. Janov vertrat die Theorie, dass alles, was wir als Kinder und auch schon während und vor der Geburt erlebt, erlitten und vermisst haben, in uns gespeichert ist und dass Heilung darin besteht, zu diesen traumatischen Geschehnissen zurückzukehren und sie vollständig gefühlsmäßig zu durchleben. Erst nach dem Aufarbeiten der alten Traumatisierungen könnten Menschen zu ihrer Lebendigkeit finden und endlich beim Leben im gegenwärtigen Augenblick ankommen.

Die Integrative Primärtherapie ist eine Weiterentwicklung der Janovschen Primärtherapie. Dabei liegt der Schwerpunkt, wie auch Janov inzwischen revidiert hat, nicht mehr auf dramatischen "Durchbrüchen". Die Arbeit mit Gefühlen ist sehr viel differenzierter, behutsamer und gegenwartsbezogener geworden. Die Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn wird als wesentlicher Wirkfaktor betrachtet und findet angemessene Beachtung. Neurosen werden als Überlebensstrategien aus oft unerträglichen Startbedingungen respektiert und als Ressourcen gesehen. Es geht nicht mehr darum, den Widerstand zu brechen, sondern mit ihm zu arbeiten und ihn zu integrieren.

 

Wie wirkt die Integrative Primärtherapie?

Im Anschauen und Erleben traumatischer Situationen und Umstände geschieht einerseits ein Bewußtwerdungsprozess, andererseits lernt ein Mensch mehr und mehr seine Gefühle und Wesensanteile kennen und akzeptieren. Im Laufe des primärtherapeutischen Prozesses verlieren Menschen die Furcht vor ihren eigenen Gefühlen, können ihr Schicksal annehmen und sich selbst als die, die sie sind, lieben.

 

Wie wird die Integrative Primärtherapie ausgeführt?

Die Integrative Primärtherapie geht in der Regel vom Gespräch über eine Gegenwartssituation aus, legt sodann das Schwergewicht auf die damit verbundenen Gefühle und sucht schließlich die Spuren der Vergangenheit zurückzuverfolgen und sie im Zusammenhang mit der ursprünglichen Situation zu erleben. Im Anschluss daran werden Zusammenhänge und Bedeutungen für das heutige Leben oft "wie von selbst" klar, was dazu beiträgt, eingeschliffene Muster zu verlassen.

 

Für wen ist die Integrative Primärtherapie geeignet?

Oft fühlen sich Menschen von der Integrativen Primärtherapie angezogen, die in der Kindheit schwere Traumatisierungen erlebt haben. Gleichzeitig bedarf es einer gewissen Stabilität, um die oft aufwühlende "Reise nach Innen" balancieren zu können. Für Menschen, für die eher eine stationäre Behandlung angemessen wäre, ist eine Primärtherapie nicht geeignet. Dagegen können Menschen von der Integrativen Primärtherapie profitieren, die an einem intensiven Selbsterfahrungs- und Selbsterforschungsprozess interessiert sind.